Schinkeldach


Als Schinkeldach oder Schinkelgiebel bezeichnen wir den dreieckigen Giebel, den wir häufig als oberen Abschluss von Biedermeiermöbeln finden.

Der Schinkelgiebel wurde nach dem Architekten Karl Friedrich Schinkel benannt, der zwischen 1800-1840 zahlreiche Gebäude vor allem im Großraum Berlin entworfen hat.

Der Möbelbau hat sich immer stark an der Architektur orientiert. Gerade am Beispiel von Karl Friedrich Schinkel wird dies besonders deutlich. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Berlin einen regelrechten Bauboom. Typische Elemente aus der Baukunst wurden direkt in den Möbelbau übernommen. So verbreitete sich das Schinkeldach zuerst bei den frühen Biedermeiermöbeln aus Mahagoni und Birke, die im nordostdeutschen Raum beliebt waren. Im späteren Verlauf des Biedermeier finden wir den Schinkelgiebel auch an Kirsch- und Nussbaummöbeln, die eher im mitteldeutschen Raum gebaut wurden.

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