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Die Stilphase des Empire im Möbelbau


Das Empire ist die mittlere Phase des Klassizismus in Frankreich. Es bildete sich aus dem Louis XVI und den darauf folgenden kurzen Epochen Directoire (1795-1799) und Consulat (1799-1804). Die zeitliche Einordnung für das Empire, was wörtlich übersetzt „Kaiserreich“ bedeutet, wird auf die Zeit von der Krönung Napoleons zum Kaiser bis zum Ende seiner Regentschaft (1804-1814) festgelegt.

Als Möbelstil hat das Empire seine Ausläufer aber noch bis weit in die 20er und sogar 30er Jahre des 19. Jahrhunderts. Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland, Österreich, den skandinavischen Ländern und sogar in Russland erfreute sich das Empire großer Beliebtheit.

Das Empire entwickelte sich nahezu zeitgleich mit dem Biedermeier und so finden wir in der Formensprache auch zahlreiche Parallelen. So sind beide Epochen geprägt durch eine streng klassizistische und geradlinige Grundform. In beiden Epochen waren Edelhölzer, wie Kirschbaum oder das damals sehr teure Mahagoniholz beliebt.

Dennoch ist das Empire deutlich prunkvoller als das schlichte Biedermeier. Man entwickelte eine ausgesprochene Vorliebe für voll- und halbplastisches Dekor aus Metall, Gips oder geschnitztem und gefasstem Holz. Möbel wurden geziert von antikisierenden Elementen wie Lorbeerkränzen, Adlern, Löwen, Sphingen, Delphinen, Schwänen und Kriegern. Außerdem kommen Pilaster, Säulen und Karyatiden hinzu. Oft sind diese Elemente vergoldet oder ebonisiert.


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