Süddeutschland
Nussbaum
zweite Hälfte 18. Jhdt.
Maße: H x B x T: 84 x 121 x 67 cm
Beschreibung:
Auf Quetschfüßen stehende, dreischübige Barockkommode.
Die Schubladenfronten werden von einem Rahmen aus diagonal verlegtem Nussbaumfurnier eingefasst. Innerhalb der durch ein helles Bandelwerk abgegrenzten Felder aus dunklerer Nusswurzel kommen die Beschläge besonders wirkungsvoll zur Geltung. Die Seiten des Möbels sind jeweils durch ein von hellen Fadeneinlagen gerahmtes Feld gegliedert. Die Gestaltung der Deckplatte folgt dem Furnierschema der Seiten.
Die drei originalen Kastenschlösser sind erhalten; ein originaler Schlüssel ist vorhanden, zwei weitere Schlüssel wurden nachgefertigt. Die Beschläge wurden im Zuge einer älteren Restaurierung ergänzt.
Die oben angegebenen 67 cm sind an der tiefsten Stelle gemessen. Am Korpusrand beträgt die Tiefe 59 cm.
Wissenswertes:
Die Kommode gehört zu den bedeutendsten Möbelentwicklungen der Neuzeit. Entwickelt hat sich der Möbeltypus aus der Truhe, die über Jahrhunderte das wichtigste Aufbewahrungsmöbel Europas war. Während bei der Truhe der gesamte Inhalt nur durch das Öffnen des Deckels zugänglich war, entstand im Laufe des 17. Jahrhunderts das Bedürfnis nach einer übersichtlicheren und komfortableren Form der Aufbewahrung. Aus der Kombination von Truhe und übereinander angeordneten Schubkästen entwickelte sich schließlich die Kommode.
Die Schubladen ermöglichten eine geordnete Aufbewahrung von Kleidung, Wäsche und persönlichen Gegenständen. Gleichzeitig bot die Frontfläche ideale Voraussetzungen für aufwendige Furnierarbeiten und kunstvolle Beschläge.
Die Kommode wurde dadurch nicht nur zu einem praktischen Gebrauchsmöbel, sondern auch zu einem repräsentativen Einrichtungsstück.
Zustand:
Aufgearbeiteter und alltagstauglicher Zustand. Die Oberfläche wurde mit Schellack aufgefrischt und anschließend mit Wachs mattiert.
Preis: 4200,- €
Uwe Dobler - Barock-Möbel ab S. 149
Artikel gefunden unter: Kommoden
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