Süddeutschland
Nussbaum
spätes 18. Jahrhundert
Maße: H x B x T: 80 x 77 x 51 cm
Beschreibung:
Auf Spitzbeinen stehende, zweischübige Louis-Seize-Kommode in außergewöhnlich zierlichem Format.
Die sich nach unten konisch verjüngenden Beine bilden in ihrer Verlängerung nach oben die Lisenen. Das komplette Bauteil wird auch als "Stollen" bezeichnet und trägt die für die Epoche zeittypischen Kannelierungen.
Ein wesentliches Merkmal der Stollenbauweise ist, dass die zuvor angesprochenen senkrecht stehenden Holme als tragende Elemente für das gesamte Möbel dienen. Sie sind durch Querhölzer miteinander verbunden, die auf der Front die Sockelleiste und die Traversen bilden und auf den Seiten als Aufnahme für die massiven Nussbaumfüllungen dienen. Die Konstruktion dient der Reduzierung von Spannungen im Holz und beugt somit Rissbildungen infolge wechselnder Luftfeuchtigkeit vor.
Die Schubladenfronten sind jeweils einfach gefeldert und mit in sich gewundenen geometrischen Bandeinlagen dekoriert. Die im schlichten Querverlauf furnierten Felder werden von einem breiten Rahmen gefasst, dessen Maserungsverlauf diagonal und symmetrisch zueinander stehend geführt ist.
Die Louis-Seize-Beschläge aus Bronze setzen einen schönen Kontrast im schlicht gemaserten Holz. Die Gestaltung der Schubladenfronten findet sich auch auf der Deckplatte des Möbels wieder.
Beide Schubladen verfügen über die alten und originalen Kastenschlösser, und auch ein originaler Schlüssel ist vorhanden.
Zustand:
Unter Patinaerhalt aufgearbeitetes Möbelstück. Das Holz wurde gereinigt und mit einer Schellackpolitur versiegelt. Sämtliche Altersspuren wurden dabei bewusst erhalten und konserviert.
Preis: 3200,- €
Wolfgang Eller - Möbel des Klassizismus
Artikel gefunden unter: Kommoden
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