Video sächsischer Biedermeier Sekretär

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Kirschholz Biedermeier Sekretär mit Geheimfach
Kirschholz Biedermeier Sekretär mit Geheimfach
Messingbeschläge Löwenköpfe
Kirschholz Biedermeier Sekretär mit Geheimfach
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Kirschholz Biedermeier Sekretär mit Geheimfach
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Geheimfach Sekretär
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Kirschholz Biedermeier Sekretär mit Geheimfach
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Sächsischer Biedermeier Schreibschrank

Sachsen
Kirsche
um 1835


Maße: H x B x T: 164 x 104 x 57 cm

Beschreibung:
Der Sekretär zeigt die für Sachsen typische Formgebung: Blockfüße, die der Form des Korpus folgen, ein vorspringender unterster Schub mit wulstartiger Traverse darüber, ein markanter Querriegel unterhalb der Schreibfläche und ein flacher Schinkelgiebel über dem Kopfschub. Den oberen Abschluss des Möbels bildet das treppenartig aufgebaute Gesims mit Rundempore.
Auch die Verwendung von einheimischem Kirschholz ist typisch für die Gegend, in diesem Fall in symmetrisch angelegtem Maserungsverlauf, durchlaufend über die gesamte Korpushöhe.

Seltener anzutreffen, aber ebenfalls für die Entstehungsregion sprechend, sind die vergoldeten Beschläge aus geprägtem Messingblech. Sie entsprechen in technischer und stilistischer Hinsicht jenen an einem im Stadtmuseum Zwickau verwahrten Sekretär, der auf 1832/33 datiert wird und vermutlich in Glauchau bei Zwickau gefertigt wurde (vgl. Katrin Heise – Sächsische und thüringische Sekretäre, ab S. 193).
Bei dem hier nun angebotenen Möbel sind die Schlüssellochbeschläge ebenfalls fächerartig gestaltet; eindrucksvolle Löwenköpfe halten die Zugringe zum Öffnen der Schubladen.

Öffnen wir die Sekretärklappe, so präsentiert sich ein architektonisch gegliedertes Schreibfach, das, ebenfalls zeit- und regionstypisch, in Teilen der Formensprache des Klassizismus, des sogenannten Zopfstils, entspricht. Die durch Fadenintarsien und gegenläufig angelegte Maserungen in geometrische Flächen gegliederten Schübe entsprechen noch ganz dem Zeitgeschmack der vorangegangenen Epoche. Die Mauerwerksmarketerie in der unteren Reihe, das offene Fach mit gemalter Parkettierung vor der verspiegelten Rückwand, die grün gebeizten Innenwände und das von Vollsäulen mit korinthischen Kapitellen gestützte Gebälk hingegen sprechen die klare Sprache der Biedermeierepoche.
Beim Herausziehen des zentralen Faches offenbart sich die handwerkliche Perfektion jener Zeit: Millimetergenau gleitet das Fach in seiner Führung, wobei die durch die winzigen Fugen nur langsam nachströmende Luft und der entstehende sanfte Unterdruck das Herausgleiten verzögert und die Bewegung gleichmäßig verlangsamt. Ganz herausgezogen finden sich drei versteckte Laden im dahinterliegenden Bereich.

Wissenswertes:
Da der Sekretär sowohl in seiner Funktionalität als auch durch seine repräsentative Erscheinung dem Wohnideal des Biedermeier entsprach, gewann dieser Möbeltyp im frühen 19. Jahrhundert sowohl im höfischen als auch im bürgerlichen Umfeld an Bedeutung. Besonders in vom Bürgertum geprägten Städten wie Leipzig und Chemnitz wurde der vormals höfische Stil rasch übernommen. So konnte sich auch außerhalb der Residenzstädte eine qualitätsvolle biedermeierliche Möbelkultur etablieren. Zu Anfang des Jahrhunderts nahmen sächsische Möbel dabei eine Vorreiterrolle im deutschen Sprachraum ein und prägten die Entwicklung des Biedermeierstils maßgeblich mit, Richtung Mitte des Jahrhunderts gehend orientierten sich die sächsischen Tischler dann vorrangig an norddeutschen Gestaltungsvorbildern.

Zustand:
Restaurierter, stabiler und alltagstauglicher Zustand mit einer Schellack Handpolitur.

Preis: 6250,-€

Vergleichbare Möbelstücke finden Sie in der Fachliteratur:

Rainer Haaff - BiedermeierWelten - Deutschland & Donaumonarchie - Neuauflage 2024 Abb. 661 und folgende

Artikel gefunden unter: Sekretäre

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