Norddeutschland
Mahagoni
um 1820
Maße: H x B x T: 206 x 100 x 59 cm
Beschreibung:
Auf Spitzfüßen stehendes Schreibmöbel mit einem sorgfältig ausgewählten und spiegelbildlich verlegten Mahagonifurnier.
Unterhalb des Schreibfaches befinden sich zwei breite Schubladen.
Darüber folgt der durch eine Zylinderklappe verschlossene Arbeitsbereich. Der Zylinderverschluss lässt sich nach oben anheben und so in den Möbelkorpus schieben. Dahinter offenbart sich ein ordentlich gegliedertes Innenleben mit jeweils drei übereinander angeordneten Schubladen an den Außenseiten, flankierenden Brieffächern und einem zentralen, rückseitig verspiegelten Fach. Durch die geschickte Anordnung der Spiegel scheint sich das auf dem Boden des Faches verlegte Parkett seitlich ins Unendliche fortzusetzen, während sich die Alabastersäulen jeweils zu einem Dreierbündel vervielfachen.
Die Rundbögen oberhalb der Brieffächer lassen sich mit leichtem Kraftaufwand nach vorn herausziehen und offenbaren sich als flache Schublädchen. Nun können auch die Brieffächer herausgezogen werden. Ganz hinten in dem nun offenliegenden Hohlraum befinden sich kleine Geheimschübe, die hinter dem verspiegelten Fach verborgen sind.
Wird die Schreib- und Arbeitsfläche nach vorne herausgezogen, erscheint eine weitere Reihe scheinbar nebeneinander angeordneter Schubladen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Frontblenden, die das Gesamtbild des Innenlebens vervollständigen. Die lederbezogene Schreib- und Arbeitsfläche lässt sich aufstellen und in verschiedenen Neigungswinkeln arretieren.
Oberhalb des Schreibfaches gibt es eine weitere breite Schublade, deren Front abklappbar ist und die so als Stehpult dient.
Spektakulär ist auch der dreiteilig aufgebaute Aufsatz mit seinen konkav und konvex geschweiften Türen. Die mittlere Tür ist mit einem Schlüsselloch versehen und lässt sich regulär öffnen. Dahinter befindet sich ein weiteres Fach, dessen halbkreisförmig parkettierter Boden sich im rückseitig angebrachten Spiegel zu einem vollständigen Rund schließt.
Durch das Verschieben eines kleinen Schiebers wird links ein weiteres Schlüsselloch freigegeben. Nach Entriegelung des Schlosses lässt sich nun das gesamte Mittelteil wie eine Tür öffnen. In diesem beweglichen Element befindet sich ganz unten eine zusätzliche Klapplade. Im oberen Bereich ist eine weitere Geheimschublade verborgen, die durch eine Feder unter Spannung gehalten wird und die sich auf Knopfdruck dann selbsttätig öffnet.
Auch die beiden seitlichen, konkav eingezogenen Türen lassen sich auf Knopfdruck und durch unterstützende Kraft einer Metallfeder öffnen.
Den oberen Abschluss des Möbelstücks bilden fein ausgesägte Rund- und Spitzbogengalerien.
Zustand:
Restauriert und mit Schellack handpoliert. Alle Schubladen und Mechanismen funktionieren einwandfrei.
Preis: 11800,- €
Eine stilistische Verwandtschaft hinsichtlich der Aufsatzform besteht zu einem im Bestand des Städtischen Museums in Braunschweig befindlichen Schreibmöbel.
Vergleichen Sie hierzu bitte die folgende Fachliteratur:
Artikel gefunden unter: Sekretäre
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