Südwestdeutschland
Kirschbaum
Mitte 19. Jhdt.
Maße: H x B x T: 96 x 125 x 62 cm
Beschreibung:
Große spätbiedermeierliche Kommode mit vier Schubladen und einem über die gesamte Möbelfront harmonisch durchlaufenden, gespiegelt verlegten Kirschbaum-Furnierbild.
Der Grundaufbau der Kommode entspricht noch ganz dem strengen Biedermeier der 1820er Jahre.
Der kubisch angelegte Möbelkorpus ruht auf massiven Klotzfüßen, die scharfkantig ausgebildeten Ecken sowie das symmetrisch aufgelegte Furnierbild folgen den Gestaltungsprinzipien des biedermeierlichen Möbelbaus.
An die Stelle der für die frühere Biedermeierzeit charakteristischen Säulen treten hier jedoch bereits akanthusblattartige Zierelemente, die sorgfältig aus dem Vollmaterial geschnitzt sind. Ebenfalls charakteristisch für die Mitte des 19. Jahrhunderts sind die runden, gedrechselten Schlüsselschilder, die sich farblich nur dezent vom umliegenden Holz abheben.
Der Kopfschub ist nicht abschließbar, kann also nicht am Schlüssel gezogen werden. Er wird mit Hilfe der an seiner Unterseite eingearbeiteten Griffmulden herausgezogen. Eine besondere gestalterische Eigenheit dieses Schubes ist die konkav eingezogene Front, durch die die ansonsten strenge Flächigkeit des Möbels dezent aufgelockert wird.
Die Kommode ist handwerklich hervorragend verarbeitet. Sämtliche Schwalbenschwanz-Zinkungen der Schubkästen sind sauber ausgeführt, die Rückwand ist in einer klassischen Rahmen-und-Füllungskonstruktion gefertigt.
Zustand:
Aufgearbeiteter und alltagstauglicher Zustand mit einer klassischen Schellack-Handpolitur.
Preis: 3200,-€
Rainer Haaff - BiedermeierWelten - Deutschland & Donaumonarchie - Neuauflage 2024 S. 674
Artikel gefunden unter: Kommoden
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