Video Secretaire Chiffoniere

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Sekretär gestempelt G.KINTZ
Antiker Louis XVI sekretär Mahagoni
Meister im Tischlerhandwerk
Schubladen im Sekretär
altes Leder Schreibfläche
Chiffoniere Wochenkommode
Sekretär in Form einer Wochenkommode
originaler Schlüssel
Sehr schmaler antiker Sekretär 50 cm
Sekretär gestempelt G.KINTZ
Sekretär gestempelt G.KINTZ
Schmaler Louis XVI Sekretär

Sehr schmaler antiker Sekretär in Form einer Chiffoniere

Paris
Mahagoni
spätes 18. Jahrhundert


Maße: H x B x T: 140 x 53 x 36 cm

Beschreibung:
Außergewöhnlich zierliches klassizistisches Schreibmöbel in der Form einer Wochenkommode, einer sogenannten Chiffonniere oder Semainier.

Der Möbelkorpus steht auf vier konisch zulaufenden, mit Messingringen beschlagenen Rundfüßen.
Darauf aufbauend sehen wir kannelierte Lisenen, die als Stollen dienen und somit ein wesentlicher Bestandteil der Möbelkonstruktion sind. Sie flankieren die insgesamt sieben Schubladenfronten, die mit den originalen Louis-XVI-Zugringen versehen sind.
Drei der Schubladenfronten entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Verblendung der nach vorne abklappbaren Sekretärklappe. Diese ist innen mit dem originalen punzierten Leder bespannt und diente vermutlich als Arbeitsplatz für die Dame des Hauses. Das Eingerichte besteht aus vier kleinen Schublädchen zum Ordnung halten sowie aus zwei breiten offenen Fächern, die vermutlich mit Buchbänden bestückt waren.

Handwerklich ist das Möbelstück sehr gut verarbeitet, und auch die Holzauswahl zeugt von der Hand eines erfahrenen Meisters. Auf dem linken rückwärtigen Stollen des Möbelstücks findet sich die Schlagstempel-Signatur „G. KINTZ“.

Über Georges Kintz sind einige Lebensdaten überliefert. Den Titel des Maître Ébéniste, also des Meisters im Tischlerhandwerk, erhielt er im Jahr 1776. Die von ihm bekannten Möbel sind nahezu ausschließlich im Louis-Seize-Stil gefertigt. Einige Stücke sind mit Rosenholz furniert, die meisten sind jedoch aus massivem Mahagoni gearbeitet.
Er stellte vor allem Kommoden, Sekretäre, Bonheurs-du-jour, Konsoltische und andere leicht wirkende Möbel her. Die Verzierungen beschränken sich dabei in der Regel auf einfache Profile und sparsam eingesetzte Bronzen.
Seine Werkstatt ist zunächst in der Rue du Faubourg-Saint-Antoine nachgewiesen, später bis zum Jahr 1803 in der Rue Daval.
Ein weiterer Lebensnachweis ist die Niederschrift seines Testaments im Jahr 1827. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits hochbetagt und hatte seine berufliche Tätigkeit schon lange aufgegeben.

Möbel von Georges Kintz befinden sich in den Sammlungen der Villa Ephrussi de Rothschild in Saint-Jean-Cap-Ferrat sowie im Musée des Arts Décoratifs in Lyon.

Wissenswertes:
Mit seiner Breite von nur knapp über 50 Zentimetern und der im geschlossenen Zustand sehr geringen Tiefe könnte das Möbelstück ursprünglich als Pfeilermöbel gedient haben, es könnte also an der Wandfläche zwischen zwei Fenstern oder Türen platziert gewesen sein.
Möglicherweise existierte ursprünglich auch ein Gegenstück in Form einer tatsächlichen Wochenkommode, sodass beide Möbel als Paar für eine ausgewogene Symmetrie im Raum sorgten.

Zustand:
Aufgearbeiteter, authentischer und alltagstauglicher Zustand. Ein originaler Schlüssel ist erhalten, weitere wurden im Zuge der Restaurierung ergänzt.

Preis: 4600,-€

Vergleichen Sie bitte die folgende Fachliteratur:

Pierre Kjellberg - Le Mobilier Français Du XVIIIe Siècle - Dictionnaire des Ébénistes et des Menuisiers S. 505

Denise Ledoux-Lebard - Le mobilier français du XIXe siècle - Dictionnaire des ébénistes et menuisiers S. 388

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